Dachrinnen mit doppelten Fallrohren an einem Rötzer-Haus.

Entwässerungsplan für Haus und Grundstück

Die Planung des Traumhauses ist unglaublich vielschichtig und komplex. Während viele Baufamilien zunächst einmal an die Größe des Hauses, die Einrichtung der Räume oder Gestaltung des Gartens denken, wird ein wichtiger Punkt gerne vergessen: der Entwässerungsplan. Warum Sie sich bereits vor dem Grundstückskauf mit diesem Thema auseinandersetzen sollten, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Was ist ein Entwässerungsplan?

Der Entwässerungsplan für Haus und Grundstück hält fest, wie Regen- und Abwasser ins öffentliche Kanalsystem geleitet werden. Häufig wird innerhalb des Plans noch einmal zwischen der Gebäude- und der Grundstücksentwässerung unterschieden.

Bei der Gebäudeentwässerung geht es inhaltlich sowohl um das Abwasser, das im Haushalts-Alltag entsteht, als auch um den Niederschlag, der über Regenrinnen, Dach- und Stellflächen abtransportiert werden muss. Die Grundstücksentwässerung ist die Verbindung zwischen Gebäudeentwässerung und der Kanalisation. Sie beschreibt das Kanalsystem auf dem Grundstück.

Für den Entwässerungsplan gibt es keinen Spielraum. Jeder Haus- und Grundstückseigentümer ist zum Anschluss an die Kanalisation – und zur regelmäßigen Kontrolle der Anschlüsse – verpflichtet Die rechtlichen Regelungen sind eindeutig über die Länder festgelegt. Welche Rahmenbedingungen bei Ihnen gelten, sind den jeweiligen Entwässerungs- oder Abwassersatzungen Ihrer Kommune zu entnehmen.

Wer erstellt den Entwässerungsplan?

Der Entwässerungsplan zählt zu den Grundlagen des Hausbaus, er muss demnach von Profis erstellt werden. Meist geschieht dies in Kombination von Bauherr und Architekt, gegebenenfalls zusätzlich mit Installateur oder Fachplaner.

Zunächst einmal muss der Entwässerungsbedarf des Hauses und des Grundstücks festgehalten werden. Hier können sich Baufamilien auch überlegen, ob Regenwasser aufgefangen werden soll, um es zum Beispiel zur Gartenbewässerung nutzen zu können. Im nächsten Schritt reicht der Architekt den groben Entwässerungsplan ein (zusammen mit den anderen notwendigen Dokumenten), um die Baugenehmigung zu erhalten. Ist die Genehmigung erteilt, kann der Installateur den Plan detaillierter ausarbeiten, sodass er für die Bauplanung hergenommen werden kann.

Tipp: Wenn Sie mit Rötzer Ziegel Element Haus bauen, unterstützen wir Sie auch in diesem Schritt und stehen Ihnen gerne beratend zur Seite.

Welche Maßnahmen zur Entwässerung gibt es?

Wer die Entwässerung bei der Planung genau festlegt, spart sich im Nachhinein nicht nur viel Ärger bei Starkregen und Hochwasser, sondern erhält auch den Wert der Immobilie, da Wasserschäden vermieden werden.

Dachbegrünung

Ein bepflanztes Dach sieht nicht nur schön aus, es mindert auch abfließendes Regenwasser. Statt dieses in die Entwässerung einrechnen zu müssen, wird es von der Begrünung aufgenommen und verdunstet im Laufe der Zeit. So können Sie auch bares Geld sparen, indem durch die Dachbegrünung weniger Abwasserkosten entstehen.

Bodenversiegelung minimieren

Nicht nur im Sinne der Bienen, sondern auch im Hinblick auf die Entwässerung ist es hilfreich, wenn Sie auf Ihrem Grundstück möglichst wenige Flächen versiegeln. Denn so geben Sie dem Regenwasser die Möglichkeit zu versickern, anstatt dass es über das Entwässerungssystem ablaufen muss.

Regenrinnen und Fallrohre

Je nachdem wo Ihr Haus steht und wie groß die Dachfläche ist, entstehen durch Niederschlag regelmäßig große Wassermengen, die von Ihrem Hausdach abgehen. Damit diese abgefangen werden können, benötigen Sie ausreichend große Regenrinnen und Fallrohren. So kann das Wasser entweder in Fässern/Zisternen gesammelt oder in das Entwässerungssystem geführt werden.

Tipp: Achten Sie auf eine regelmäßige Reinigung, damit an der Hausfassade oder dem Mauerwerk keine Feuchtigkeitsschäden entstehen.

Sie sehen, welche hohe Priorität der Entwässerungsplan für Ihr Traumhaus einnimmt. Darum sollten Sie schon vor dem Grundstückskauf in Erfahrung bringen, wie der Grund an die Kanalisation angeschlossen ist. So können Sie einschätzen, welche Erschließungskosten im Nachgang noch auf Sie zukommen.