Fensterplanung leicht gemacht – Alles was Sie wissen müssen

  1. Warum ist die richtige Fensterplanung so wichtig?
  2. Wie groß sollen die Fenster sein?
  3. Was gibt es bei größeren Fenstern zu beachten?
  4. Was sind die Vorteile von kleineren Fenstern?
  5. Fensterplanung und Kosten
  6. Die Fensterplanungs-Checkliste

Wenn Sie ein Haus bauen wollen, ist die Fensterplanung dabei besonders wesentlich. Denn es macht einen großen Unterschied, wo diese platziert werden und wie viele es gibt! Die richtige Fensterplanung kann ein Haus in ein freundliches, wohliges Heim verwandeln. Mit der falschen Planung entstehen womöglich dunkle Ecken in den Räumen oder Sie können nicht optimal lüften. Damit genau das nicht passiert, haben wir Ihnen hier einen Überblick zum Thema Fensterplanung zusammengestellt.

Warum ist die richtige Fensterplanung so wichtig?

Tageslicht beeinflusst unseren Biorhythmus. Wer genug davon bekommt und noch eine ordentliche Prise frische Luft hinzufügt, hat die richtigen Vorraussetzungen für einen guten Biorhythmus geschaffen. Genau deshalb ist die richtige Fensterplanung ausschlaggebend. Denn am Biorhythmus hängen erholsamer Schlaf, gute Laune und Gesundheit. Wer die richtige Wahl bei der Fensterplanung trifft, hilft seinem Biorhythmus damit auf die Sprünge!

Um ein Fenster richtig zu platzieren, müssen mehrere Punkte in die Fensterplanung bedacht werden. Wichtig sind dabei vor allem Lichteinfall, Privatsphäre und Möblierbarkeit.

Lichteinfall

Senkrecht über einem Objekt ist Tageslicht am hellsten. Je näher der Horizont rückt, desto stärker sinkt die Helligkeit. Direkt am Horizont sind es nur noch 33 % der Leuchtkraft des Zenits. Aus diesem Grund sind Dachfenster effektiver als nur seitliche Fenster. Die Platzierung der Fenster entscheidet also maßgeblich, wie viel natürliches Licht tatsächlich in Ihre Räume fällt.  

Privatsphäre

Erwägen Sie große Glasfronten in Ihrer Fensterplanung? Diese sind natürlich ein echtes Highlight. Optisch wird die Wohnfläche vergrößert und gleichzeitig holen Sie auch viel Licht ins Haus. Genauso ziehen sie aber auch neugierige Blicke an. Bedenken Sie bei der Fensterplanung also nicht nur die optischen Aspekte, sondern auch die möglicherweise damit einhergehenden Probleme. Nicht selten werden attraktive Glasfronten im Alltag dann doch lieber mit Vorhängen verdeckt, um Privatsphäre zu schaffen. Dieses Empfinden hängt jedoch von der Platzierung der Fenster ab: Glasfronten zum Garten hin oder zur Terrasse sind wiederum weniger einsehbar. Aber auch hier darf man vor allem die Himmelsrichtung nicht außer Acht lassen, denn an einer Glasfront gen Norden haben wohl die wenigsten Hausbesitzer Freude.

Möblierbarkeit

Auch die Möblierbarkeit sollte man bei der Fensterplanung nicht vergessen. Denn dort, wo ein Fenster platziert wird, können dementsprechend keine oder nur bestimmte Möbelstücke stehen. Auch bei einem Schreibtisch beziehungsweise Arbeitsplatz kann der richtige Lichteinfall ausschlaggebend sein. Aber nicht nur die Lage des Fensters kann Auswirkungen auf die Möblierung Ihres Heimes haben. Genauso wichtig ist, ob sich das Fenster nach links oder rechts öffnen lässt. Wenn Sie in etwa wissen, wie Sie Ihr Haus möblieren wollen, tun Sie sich bei der Fensterplanung dementsprechend leichter.

Wie groß sollen die Fenster sein?

Fenster gibt es inzwischen in allen möglichen Größen und Formaten.  Deshalb gibt es hier keine universelle Antwort. Entscheidend sind die Funktion und die Größe des Raumes. Wie viel Licht wird gebraucht, wie viel Stellfläche ist nötig? Grob schreibt die Bauordnung jedoch vor, dass (je nach Bundesland) die Fensterfläche mindestens zwischen 1/8 und 1/10 der Netto-Grundfläche eines Raumes betragen muss. Nicht mit eingeschlossen in dieser Regelung sind dabei Sanitärräume, Küchen, Flure und Treppenhäuser.

Was gibt es bei größeren Fenstern zu beachten?

Große Fenster bedeuten mehr Licht. Doch geht damit immer ein gewisser Energieverlust Hand in Hand. Besser gedämmte Fenster lassen weniger Wärme heraus aber gleichzeitig weniger Licht hinein. Werden beispielsweise Fenster mit Dreifach-Verglasung genutzt, ergibt sich auch ein schwächerer Tageslichteinfall. Dieser muss dann wieder mit mehr elektrischer Beleuchtung ausgeglichen werden. Somit werden Einsparungen, die beim geringeren Wärmeverlust nach außen entstehen eventuell wieder durch höhere Stromkosten aufgehoben. Die richtige Abwägung zwischen unterschiedlichen Energie-Einsparungen durch einen Fachmann ist deshalb besonders hilfreich.

Was sind die Vorteile von kleineren Fenstern?

Kleiner gehaltene Fenster sind vor allem in Räumen sinnvoll, in denen möglichst wenig Stellfläche verloren gehen soll. Ein hervorragendes Beispiel ist die Speisekammer. Aber kleine Fenster haben auch weitere Vorteile: so bieten sie mehr Privatsphäre, lassen aber dennoch Licht hinein und geben die Möglichkeit, zu lüften. Vor allem in Badezimmern kann das eine gute Lösung sein.

Fensterplanung und Kosten

Bei allen Punkten des Hausbaus spielt natürlich das Budget eine Rolle. So auch bei der Fensterplanung. Je nachdem welches Fenstermaterial Sie beispielsweise bevorzugen, kommen unterschiedlich hohe Kosten auf Sie zu. Auch die Art der Verglasung hat einen erheblichen Einfluss auf den Preis. Insgesamt variieren die Kosten je nach Größe und Art des Fensters. Dabei ist der Preis auch abhängig davon, welche Art von Glas verwendet wird. Auch zusätzliche Faktoren haben Einfluss auf die Kosten, wie Schallschutz, Sichtschutz oder Einbruchschutz.

Die Fensterplanungs-Checkliste

  • Welchen Zweck hat der Raum und wie viel natürliches Licht wird gebraucht?
  • Wo muss Platz für große Möbelstücke sein?
  • Bietet die Platzierung der Fenster noch genügend Privatsphäre?
  • Ist die Energiebilanz der Fenster gut? (gesparte Heizkosten vs. Lichtstärke)
  • Sollen sich die Fenster nach rechts oder nach links öffnen?
  • Passt die Fensterwahl (Rahmenmaterial, Glasart, Einbruchschutz etc.) ins Budget?