Ihre Hausbau-Checkliste: Alle wichtigen Behördengänge vor dem Bau!

Wenn der Bau des Eigenheims beschlossen ist und auch die Finanzierung steht, ist es sinnvoll sich eine Hausbau-Checkliste anzulegen. Zunächst geht es oft an die Grundstückssuche. Welches Grundstück am besten geeignet ist, hängt immer von den Anforderungen der Bauherren-Familie selbst ab.

Erster Punkt auf der Hausbau-Checkliste: Das Grundstück

Bevor überhaupt mit der Planung des Traumhauses begonnen werden kann, braucht es das richtige Grundstück. Dieses zu finden kann mitunter sehr viel Zeit und Geduld in Anspruch nehmen. Folgende Fragen können bei der Wahl des richtigen Grundstücks helfen:

  • Wie groß muss das Grundstück sein?
  • Ist ein Garten gewünscht?
  • Wie ist die Nachbarschaft?
  • Ist das Grundstück gut an öffentliche Verkehrsmittel angebunden?
  • Sind öffentliche Einrichtungen, wie Krankenhäuser, in der Nähe?
  • Wie ist die Verkehrslage? Lärmbelastung?
  • Wie lang ist der Arbeits- oder Schulweg?

Behördengänge vor dem Grundstückskauf

Sind alle diese Fragen geklärt und ein passendes Grundstück steht in Aussicht, empfehlen sich noch vor dem Kauf einige Behördengänge. Auch hier ist eine Hausbau-Checkliste sinnvoll:

1.     Landesamt für Umweltschutz

Hier erfahren Kaufinteressenten, ob der Boden eventuell mit umweltgefährdenden Stoffen belastet ist. Beim späteren Hausbau könnten dann besondere Auflagen zur Revitalisierung des Bodens gelten.

2.     Grundbuchamt

Kaufinteressenten erfahren auf dem Grundbuchamt, ob das Grundstück beispielsweise mit Hypotheken belastet ist. Das Grundbuchamt ist außerdem für die Eintragsänderung und -löschung zuständig. Rechtmäßiger Besitzer ist nur, wer im Grundbuch verzeichnet ist. Die Eintragung nimmt meist der Notar nach Abschluss des Kaufvertrags vor. Achtung: Hier entstehen Kosten für den Notar selbst und auch für die Eintragung.

3.     Bodengutachten und Bebauungsplan

Noch bevor das Grundstück tatsächlich gekauft wird, informieren sich Bauherren am besten über die Beschaffenheit des Bodens. Damit die Kosten während des Baus nicht in die Höhe schnellen, müssen die Gegebenheiten des Erdreiches begutachtet werden.

Der Bebauungsplan enthält Angaben zu Art und Maß der möglichen Bebauung eines Grundstücks und die Nutzung der Freiflächen. Daher bestimmt er maßgeblich das Aussehen des Eigenheims, die Position auf dem Grundstück und auch die Beschaffenheit von Auffahrt, Carport und ähnlichem. Wer böse Überraschungen vermeiden möchte, schaut vor dem Grundstückskauf in den Bebauungsplan.

Weiter in der Hausbau-Checkliste: Den Bauantrag stellen

Wenn das richtige Grundstück gefunden, der Kaufvertrag abgeschlossen und die neuen Besitzer im Grundbuch eingetragen sind, geht es nun um den Bauantrag. Welche Bauvorlagen nötig sind, regelt die Bauvorlagenverordnung. Diese variiert je nach Bundesland.

Der Bauantrag enthält in der Regel:

  • Das Antragsformular
  • Amtlicher Lageplan
  • Bauchzeichnungen im Maßstab 1:100 und die Baubeschreibung
  • Angaben über die Grundstücksentwässerung, Wasserversorgung und die straßenmäßige Erschließung

Das Antragsformular können sich Bauherren bei der zuständigen Gemeinde in den meisten Fällen online herunter laden. Den Lageplan bekommt man beim Kataster- oder auch Vermessungsamt, der Behörde für Grundstücksvermessung. Die Bauzeichnung und eine detaillierte textliche Baubeschreibung werden vom Architekten oder Bauunternehmer angefertigt. Bei bestimmten Bauvorhaben, oder regional bedingt, können weitere Unterlagen nötig sein, wie z. B. einen Freiflächenplan. Auskunft über alle nötigen Formulare und Anträge erteilt die zuständige Gemeinde. Die Bauvorlagen müssen außerdem von einem bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser unterzeichnet sein. Das kann zum Beispiel der Architekt, Bautechniker oder Bauingenieur sein. Auch hier sind die Regelungen je nach Bundesland abweichend.

Wichtig: Der gesamte Bauantrag ist mind. in dreifacher Ausführung abzugeben. Fragen Sie hierzu beim zuständigen Bauamt nach.

Was passiert nun mit dem Bauantrag?

Sind alle Unterlagen vorhanden und korrekt eingereicht, befindet sich der Bauantrag im Baugenehmigungsverfahren. Die Bauaufsichtsbehörde prüft nun das Bauvorhaben. Dies kann je nach Prüfungsumfang einige Wochen dauern.

Unser Rötzer-Versprechen: Natürlich stehen wir Ihnen bei Ihrem Bauvorhaben mit Rat und Tat zur Seite und beantworten Ihnen alle Fragen, die sich Ihnen stellen. Von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe.