Alte Ziegelsteine: DIY-Ideen für Ihren Garten

Alte Ziegelsteine haben einen ganz besonderen Charme. Egal ob an Innenwänden, Gartenmauern oder als Deko-Objekt – immer mehr Menschen setzen auf das historisch-romantische Flair, das von dem Jahrhunderte altem Baumaterial ausgeht. Gerade im Garten lassen sich alte Ziegelsteine wunderbar als Blickfang integrieren. Haben Sie also noch alte Ziegelsteine vom Hausbau oder dem Umbau übrig? Dann machen Sie doch noch etwas Schönes draus! Gerade im Sommer bietet sich ein kleines Heimwerker-Projekt im Garten wunderbar an. Wir haben drei DIY-Ideen mit alten Ziegelsteinen für Sie zusammengestellt. Sie haben die Wahl:

  • Beeteinfassung aus alten Ziegeln
  • Romantische Gartenmauer
  • Blumentopf für Sukkulenten 

Woher bekommen Sie alte Ziegelsteine? 

Ganz klar: Nicht jeder hat die Garage voll alter Ziegelsteine liegen. In diesem Fall können Sie das beliebte Baumaterial auch anderweitig organisieren. Ein idealer Fundort sind beispielsweise alte Abbruchhäuser. Dort können Selbstabholer alte Ziegelsteine häufig kostenlos von der Baustelle oder bei der Bauschuttdeponie abholen. Fragen Sie einfach einmal nach. Auch ein Baumarkt oder Gartenfachhandel kann bei der Suche behilflich sein. Durchforsten Sie außerdem das Internet oder blättern durch Ihre Tageszeitung. Hier sollte sich in jedem Fall ein kostengünstiges Angebot finden lassen. Unser Tipp: Lochziegel punkten beim Hausbau zwar mit zahlreichen Vorteilen und bieten dank der Löcher eine optimale Wärmedämmung. Für unsere DIY-Ideen bieten sich allerdings vor allem alte Ziegel im Kloster- oder Reichsformat an, die schon an sich ein historisch-romantisches Aussehen aufweisen.

Hier können Sie außerdem nachlesen, wie die Ziegelherstellung von Statten läuft und wo die Unterschiede zwischen Ziegel, Klinker & Co. liegen.

Beeteinfassung aus alten Ziegeln einfach selbermachen

Eine Beeteinfassung aus alten Ziegelsteinen ist eine beliebte und sehr einfache Möglichkeit, um noch übriges Baumaterial zu verarbeiten. Damit schaffen Sie einen klaren und zierenden Schnitt zwischen Beet und dem Rest des Gartens. Und das Besondere am Ziegel: Er wirkt sogleich dekorativ und ist super schnell verlegt. So einfach geht’s: 

1. Größe & Form festlegen

Ist noch kein Beet vorhanden, sollten Sie sich zunächst Größe und Form überlegen. Anschließend kurz abstecken. Ordnen Sie die Ziegelsteine doch schon einmal nach Ihren Vorstellungen an. So haben Sie einen besseren Eindruck, wie das Beet später aussehen wird. Unser Tipp: Sortieren Sie die Steine nicht streng nach Farbe, sondern verwenden Sie diese willkürlich. So entsteht am Ende ein ganz ungezwungener DIY-Look.

2. Graben ausheben 

Haben Sie das Beet abgesteckt, kann zunächst die Erde ausgehoben werden. Achten Sie darauf, dass der Graben nicht ganz so tief, wie die Ziegelsteine ausfällt.

3. Ziegelsteine verlegen

Anschließend gibt es zwei Möglichkeiten: Für mehr Stabilität empfehlen wir ein kleines Mörtelbeet aus Magerbeton, in das Sie die Ziegelsteine verlegen und das diese vor dem Umkippen schützt. Alternativ ist es möglich, die Steine mit einem Gummihammer in die Erde zu schlagen. 

4. Gestaltungsmöglichkeiten

Auch beim Verlegen der Steine stehen Ihnen alle Möglichkeiten offen. Sie können diese beispielsweise flach verlegen. Auf diese Weiße erreichen Sie eine optische Kante, die in Bodenhöhe verläuft. Soll eine deutliche Abgrenzung für Pflanzen, Rasenmäher und den Rest des Gartens gegeben sein, empfehlen wir die Ziegel hochkant in ein Mörtelbeet zu stellen. Natürlich können Sie die Steine auch leicht geneigt einsetzen. So erreichen Sie eine zackenförmige Kante. Alte Ziegelsteine können hier nach Lust und Laune gestaltet werden. 

Ihr Garten soll zur eigenen kleinen Wellness-Oase werden? Hier finden Sie noch weitere Tipps für die Gartengestaltung.

Projekt für Heimwerker: Romantische Gartenmauer

Ein echter optischer Hingucker und Sichtschutz zugleich sind sogenannte Ruinenmauern im Garten. Sie werden, ähnlich wie bei der Ziegelbauweise eines Hauses errichtet. Oft finden sich hier außerdem angedeutete Fensterlaibungen oder Durchgänge. Wer Lust auf ein kleines Sommerprojekt hat, kann die Gartenmauer ganz einfach selbst bauen. So geht’s:

1. Planung ist die halbe Miete 

Sie sollten sich gleich am Anfang eine genaue Vorstellung zurechtlegen, wie Ihre Gartenmauer später aussehen soll. So sollten beispielsweise mögliche Dekorationselemente noch vor dem Baubeginn berücksichtigt werden. Hier bieten sich folgende Möglichkeiten an:

  • Durchbrüche/ Durchgänge
  • Fensterlaibungen/ Fensteraussparungen
  • Eingebaute Blumenkästen
  • Rankhilfen 

2. Ein tragfähiges Fundament 

Auch eine Ruinenmauer benötigt ein tragfähiges Fundament und genau damit beginnt das Sommerprojekt. Zunächst sollte die Bodenbeschaffenheit geprüft werden. Das Bauen auf einem Sand-Untergrund macht beispielsweise wenig Sinn. Auch weiche Erde bietet keine ausreichende Stabilität. Haben Sie den perfekten Platz für die Gartenmauer gefunden, sollte die Baufläche zunächst mit Stäben abgrenzt werden. Anschließend wird mit einem Spaten das Fundament ausgehoben. Dieses sollte in jedem Fall 30 bis 60 Zentimeter tief sein. Je nach Größe der Ruinenmauer sollte die Grube sogar noch tiefer ausfallen. Nach dem Ausheben muss der Boden verdichtet werden. Hier empfiehlt sich der Einsatz einer Rüttelplatte, welche sie zum Beispiel günstig in einem Baumarkt ausborgen können.  Im nächsten Schritt wird der Boden mit Kies bedeckt und darauf der Beton gegossen. 

3. Bau der Ruinenmauer 

Ist das Fundament gegossen, kann mit dem Bau der Mauer fortgefahren werden. Hierbei können Sie folgendermaßen vorgehen:

  • Zunächst sollten Sie Breite, Länge und Verlauf der Mauer anzeichnen. Hierfür verwenden Sie am besten Stäbe und eine zwischen ihnen gespannte Schnur. Dadurch entfällt ständiges Nachmessen und Sie können sich besser orientieren.
  • Legen Sie zunächst eine Schicht alte Ziegelsteine nebeneinander. Anschließend den Mörtel auftragen und darauf neue Steine auflegen. Das können Sie so lange wiederholen, bis Sie die gewünschte Höhe erreicht haben. Aber Achtung: Da eine Mauer eine bauliche Anlage ist, kann ggf. ein Bauantrag beziehungsweise eine Baugenehmigung erforderlich sein. Bevor Sie sich in das Bauprojekt stürzen, sollten Sie also unbedingt beim zuständigen Bauamt nachfragen, ob der Bau der Ruinenmauer in Ordnung geht. Auch ein kurzes Abklären mit den Nachbarn ist in jedem Falle ratsam. Unser Tipp: Scheuen Sie sich nicht im Zweifelsfall auch einen Baufachmann oder Statiker zu Rate zu ziehen. Immerhin soll die Mauer am Ende auch einbruchsicher stehen. 
  • In der Regel sorgt das Baumaterial Ziegel bereits für einen altertümlichen Look. Daneben gibt es noch weitere Möglichkeiten, ums aus der Gartenmauer eine romantische Ruine zu machen. Bringen Sie doch beispielweise noch Rankenpflanzen wie Wein oder Efeu an. Auch alte Fensterrahmen oder Fensterläden sind ein echter Blickfang. Vielleicht werden Sie auf einem Trödel- oder Flohmarkt fündig. 

Sie wollen ein romantisches Ambiente in Ihrem Garten? Dann sollten Sie außerdem ausreichend Lichthighlights setzen. Hier können Sie nachlesen, wie Sie Ihren Garten mit der richtigen Gartenbeleuchtung in Szene setzen.

DIY: Blumentopf für Sukkulenten

Zu guter Letzt noch eine super einfache und super schnelle Möglichkeit, um seinen Garten etwas aufzupeppen: ein Blumentopf aus alten Ziegelsteinen! Unser Tipp: Pflanzen Sie hier Sukkulenten. Diese sind nicht nur schön anzusehen, sondern obendrein sehr anspruchslos und leicht in der Pflege. Sie wachsen im Grunde genommen überall wo es warm, sonnig und trocken ist. Unser Ziegel-Arrangement sorgt dann noch für den optischen Hingucker. Alles was Sie für das DIY benötigen:

  • Alte Ziegelsteine
  • Sukkulenten Ihrer Wahl (max. 40 mm Ø)
  • Betonbohrer (mit Aufsatz 40 mm Ø) oder einen Bohrkronenaufsatz (z.B. Dosensenker 68 mm)
  • Alternativ: Teelicht

Und so einfach geht’s: 

Für das Ziegel-Arrangement bohren Sie einfach ein Loch mit 40 mm Ø in den Ziegelstein. Nutzen Sie hierfür am Besten einen Betonbohrer mit entsprechendem Aufsatz. Anschließend können Sie die Sukkulenten Ihrer Wahl einsetzen. Unser Tipp: Wie wäre es mit einem zweiten Loch für ein kleines Teelicht? An lauen Sommerabenden ist dies die perfekte Dekoration für die Terrasse. 

Sie sind Fan vom romantischen Ziegel-Ambiente? Dabei ist das Material nicht nur schön anzusehen, sondern überzeugt obendrein mit zahlreichen Vorteilen. Hier erfahren Sie 6 gute Gründe, warum es sich lohnt ein Ziegelhaus zu bauen.