Rötzer-Erfahrungsbericht: Sonnenpower auf dem Dach, wie sich Photovoltaik auszahlen kann!

Photovoltaik ist in aller Munde. Der Strom aus Sonnenpower ist nicht nur umweltfreundlich und nachhaltig, sondern im Vergleich zu Strom vom Energieversorger richtig günstig! Unser Kunde Oliver Pyka hat seinen Photovoltaik-Erfahrungsbericht mit uns geteilt.

Photovoltaik-Erfahrungsbericht mit einem Rötzer Ziegelelementhaus

Es war Dezember, als wir in unser Rötzerhaus eingezogen sind. Das ging richtig schnell, denn wir hatten mit der Planung erst im März bzw. April des selben Jahres begonnen und der Spatenstich erfolgte schon im August. Vielleicht waren wir aber in manchen Dingen zu schnell bzw. haben uns nicht tiefergehend mit einigen Dingen beschäftigt. Eigentlich hatten wir damals geplant eine Ölheizung zu installieren, wovon uns aber unser Rötzer Hausbauexperten abriet. So entschieden wir uns für die Installation einer Wärmepumpe, um langfristig energieeffizient und preisstabil Wärme in unser Haus zu bringen. Im Zusammenhang mit der Ölheizung hatten wir auch an Photovoltaik gedacht. Bei der Wärmepumpe hatten wir diesen Aspekt aber leider vernachlässigt. Nicht zuletzt, weil eine Photovoltaikanlage nochmals eine Investition von 30.000 Euro verursacht hätte. Schade, wie sich später herausstellen sollte…

Kuschelig Warm: Erfahrung mit unsere Wärmepumpe ohne Photovoltaik im ersten Winter

Der erste Winter mit der Wärmepumpe hat uns überzeugt. Unglaublich, wie effizient diese Technik ist – quasi aus Strom (offiziell ja CO2 neutral) und Luft eben Wärme zu erzeugen. Ich schreibe diese Zeilen nun nach einem Jahr in unserem Haus – es ist der zweite Winter – aber etwas ist anders. Wir haben seit Ende August 9,9 KWpeek auf dem Dach. Wieso jetzt trotzdem diese Technik auf dem Dach? Wir wollten Notstrom für unser Haus, denn wir sind ja sehr abhängig davon und hatten Angst, dass bei einem Stromausfall unser Haus ganz ohne Energie ist. Ursprünglich wollten wir dafür einen Diesel-Generator anschaffen, aber der Verlauf des Jahres hat uns komplett von der klassischen Verbrennung weggebracht. So sind wir auf die Idee gekommen, unseren Strom durch Sonnenenergie zu gewinnen.

Unsere Erfahrung mit der Nachrüstung von Photovoltaik

Dank einer Fachfirma aus Osnabrück konnte unser Wunsch erfüllt und auf kleinstem Raum in nur einem Gerät eine Photovoltaikanlage in unserem fertigen Rötzer Ziegelelementhaus nachgerüstet werden. Trotzt der tollen Umsetzung der Nachrüstung wäre es aber sinnvoll gewesen, die Photovoltaikanlage bereits „vor dem Bau“ in Betracht zu ziehen, denn dann wäre eine nachträgliche Installation wesentlich einfacher gewesen. Unnötige Mehrkosten wie ein zweiter Gerüstaufbau und einige Elektroumbauten hätte man sich sicherlich sparen können – hätte man vorher bereits daran gedacht, das man Photovoltaik auch nachrüsten könnte.

Photovoltaik auf unserem Dach: So klappte die Nachrüstung bei uns

Wir haben auf einer Bodenplatte gebaut, d.h. es war eine sogenannte Mehrsparteneinführung nötig. Diese hat bei uns drei Durchlässe (Strom, Telefon, Wasser). Solch ein Teil gibt es aber auch mit vier oder gar fünf „Einführungen“ und die Mehrkosten sind weniger als 200 Euro. Wieso das wichtig ist? Nun ja, wenn man vom Dach, wie in unserem Fall, die 33 Module mit dem Hauskraftwerk im Hauswirtschaftsraum verbindet, dann muss man durch die Wand. Schade, bei uns wurde nun durch die Dämmung und Ziegel ein Loch genau für dieses Kabel gebohrt. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er bei seiner Planung die Photovoltaik-Leitung durch das Dach innerhalb des Hauses in den Hauswirtschaftsraum ziehen möchte – ich gebe nur zu bedenken, dass auf diesen doch sehr dicken Leitungen eine Spannung von gut 1000V liegt. Es soll ja Menschen geben, welche unnötige Elektro-Leitung in ihrer Wohnung vermeiden möchten. Zudem war das Verlegen außen am Haus eine Empfehlung unserer Installationsfirma.

Anschluss der Photovoltaikanlage an die Hausleitungen waren kein Problem

Unser Rötzer Hausbauexperte hat uns die Wärmepumpe mit zwei Strom-Zählern empfohlen. Der Vorteil war, dass wir die SGready-Schnittstelle nun genau über diese Steuerleitung an das Hauskraftwerk anschließen konnten. Was ist das? Wenn im Sommer „so viel Sonne da ist“, dass die Batterien bereits voll sind und wir nun den Überschuss ins Netz einspeisen würden, wird der Wärmepumpe das Signal gegeben, jetzt bitte Strom zu verbrauchen. Klar, im Sommer wird das nicht zum Heizen sein, aber das Warmwasser kann einfach mal „kostenfrei“ um fünf bzw. zehn Grad erhöht werden. Ach ja, den zweiten Zähler haben wir beim Stellen der Anlage an den Versorger zurückgeben. Stattdessen haben wir uns einen Leistungsmesser nur für die Wärmepumpe einbauen lassen. So wissen wir genau, was Wärme und Warmwasser – in unserem Fall auch Kühlung – wirklich an Strom benötigen.

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Oliver Pyka ist von seinem Energiespeicher überzeugt.

Sonnenstrom speichern anstatt ihn zu verkaufen – macht das Sinn? Unsere Erfahrung:

Wieso ist es von Vorteil, Strom zu speichern bzw. lieber mehr zu verbrauchen als diesen später wieder zu kaufen? Ganz kurz gesagt, es ist günstiger! Für den Verkauf bekommen wir etwas mehr als 11ct. Wenn wir Strom einkaufen, sind das ca. 25ct. Klar müssen wir auf den eigenen Strom noch die MwSt. bezahlen, denn wir haben die Anlage als Investition mit Vorsteuerabzug aktiviert. Wir hatten Glück. Durch die kompakte Bauweise unseres Hauskraftwerks (1m x 1m x 42 cm) hat es noch genau neben unseren Stromkasten gepasst. Aber das hätte man auch anders planen können, wenn man es eben zuvor gewusst hätte. Auch die Entscheidung für ein Walm-Dach hätte bei dem geplanten Einsatz einer Photovoltaikanlage zur Diskussion gestanden. Ein Schrägdach hätte wesentlich mehr Module in Richtung Süden, nun haben wir Module nach West, Süd und Ost. Auch die Neigung macht sich im Winter bei tief stehender Sonne bemerkbar, denn die Module werden so nicht optimal getroffen.

Unsere Erfahrung mit der Photovoltaikanlage:

Wir haben mit unserer 4-köpfigen-Familie im September gerade mal 4 KW Strom von unserem Versorger bezogen – das macht Spaß! Auch an einem Tag im Dezember waren wir durch einen sonnigen Tag bedingt bis 21:30 Uhr zu 100 % autark. Es macht Spaß die Energie von der Sonne zu nutzen und diese Investition ist auf alle Fälle beim Hausbau eine ausführliche Betrachtung wert. Ob danach die Entscheidung sofort dafür getroffen wird, ist eines. Aber man kann natürlich die entsprechenden Vorbereitung von Anfang an mit einplanen.

Rötzer Experten-Tipp: Egal für welchen Energieträger und welche Heizungsart Sie sich entscheiden, die Vorbereitung für weitere optionale Energiegewinnung sind bereits vor dem Hausbau ein wichtiger Faktor. Mit einer cleveren Planung sparen Sie sich viele zusätzliche Kosten, die bei einer Nachrüstung fällig werden. Sprechen Sie uns an und lassen Sie sich von uns beraten!